Fragen zur Durchführung des Screenings
Wie geht man bei Kindern vor, die bei der Ausspracheüberprüfung die Begriffe nicht spontan benennen können?
In solchen Fällen empfiehlt es sich, die Ausspracheüberprüfung teilweise oder ganz über das Nachsprechen (Knopf “Nachsprechen”) durchzuführen.
Aus welchem Grund sind die in der Aufgabe „Lautüberprüfung“ überprüften Begriffe zusätzlich über den Bildern geschrieben?
Kinder, die ein Bild spontan nicht benennen, dabei aber lesen können, können dadurch zu Antworten direkt durchs Lesen,
d. h. ohne den Umweg des „Nachsprechens“, motiviert werden. Da mit dieser Aufgabe ausschließlich die Aussprache
und nicht etwa zusätzlich der Wortschatz überprüft wird, ist es nicht relevant, ob die Antwort des Kindes
spontan oder „mit Hilfestellung“ (Lesen) erfolgt.
Wie verfährt man, wenn man sich beim Drücken einer Beurteilungstaste vertippt hat?
Sollte sich der Tester beim Drücken einer Beurteilungstaste vertippt haben,
kann er bei der Überprüfung der Aussprache die letzte Aufgabe durch manuelle Auswahl
der Laute noch einmal wiederholen lassen. In den Bericht fließt dann die zweite Beurteilung
ein. Wiederholungen von Aufgaben in den Bereichen Grammatik und Wortschatz sind in einem Test nicht möglich!
Kann man den Test bei Ermüdungserscheinungen des Kindes abbrechen? Wie oft ist ein Testabbruch zulässig?
Bei Ermüdungserscheinungen und Konzentrationsmangel besteht die Möglichkeit, den Test an
beliebiger Stelle abzubrechen. Bei einem Abbruch in den Subtests „Grammatik“ oder „Wortschatz“
oder in der Aufgabe “Phonematische Differenzierung” des Subtests “Aussprache” fließen alle bis
dahin erfolgten Bewertungen in den Bericht ein. Bei der Aufgabe “Lautüberprüfung” des Subtests
“Aussprache” gilt dies nur für die zu Ende überprüften Laute. Wenn man z. B. beim Laut [∫] im
Inlaut den Test abgebrochen hat, wird der gesamte Laut [∫] nicht im Bericht erscheinen (so als
ob man das Phonem gar nicht überprüft hätte). D. h. beim nächsten Testdurchlauf sollte man entweder
die ganze Aufgabe “Lautüberprüfung” noch einmal wiederholen (die einfachste Variante) oder manuell
die noch zu überprüfenden Laute auswählen. Für jeden Durchlauf gibt es eine getrennte Berichterstattung.
Der Test kann auch häufiger unterbrochen werden, die Gesamtleistung des Kindes muss dann aus den verschiedenen Berichten
zusammengeführt werden. Das Screening ist aber ursprünglich so konzipiert, dass es von den meisten Kindern in einem
Durchgang gut bewältigt werden kann.
Zu beachten ist, dass bei jeder abgebrochenen Aufgabe ein Vergleich mit einer Normierungsstichprobe nicht möglich ist.
Im Bericht wird in diesem Fall für diese Aufgabe ausschließlich eine qualitative Auswertung der Ergebnisse dargestellt.
In welchen Fällen und wie oft ist es zulässig, die Taste „Beurteilung nicht möglich“ zu betätigen?
Die Bewertung „Beurteilung nicht möglich“ sollte möglichst vermieden werden und ist
ausschließlich in folgenden Fällen zulässig:
a) Auch nach mehrmaligem Nachsprechen in der Aufgabe „Lautüberprüfung“ kann der Tester die Aussprache
des überprüften Lautes nicht sicher als korrekt oder nicht korrekt zuordnen.
b) Es ist ersichtlich, dass das Kind sozial bedingt nicht reagiert. Das Kind verhält sich sehr
zurückhaltend und traut sich nicht, mit dem Computer zu kommunizieren.
Zu beachten ist, dass Vergleiche mit einer Normierungsstichprobe nicht möglich sind, wenn häufig mit
„Beurteilung nicht möglich“ bewertet wurde. Aus diesem Grund wurden für die einzelnen Aufgaben statistisch
automatische Abbruchkriterien festgelegt ab zweimal „Beurteilung nicht möglich“.
D. h. wenn man in einer Aufgabe zweimal mit „Beurteilung nicht möglich“ bewertet hat, bricht der Computer
automatisch die aktuelle Aufgabe ab und geht zu der nächsten Aufgabe über. Im Bericht wird in diesem Fall
für diese Aufgabe ausschließlich eine qualitative Auswertung der Ergebnisse dargestellt.
Da für die Beurteilung in der Aufgabe “Lautüberprüfung” des Subtests „Aussprache“ rechnerisch-statistisch
ein anderes Modell zu Grunde gelegt wurde, in dem keine Vergleichswerte wie Prozentränge oder kritische
Werte angewandt werden, wird die Überprüfung von Lauten im Bereich Aussprache durch die Betätigung der Taste
„Beurteilung nicht möglich“ nicht unterbrochen.
Bei welchen Leistungen spricht man von einem Förderbedarf und was ist dann zu tun?
In dem automatisch erstellten Bericht wird genau festgehalten, ob die jeweiligen
kritischen Werte (sog. Cut-offs) in den einzelnen Aufgaben der Subtests „Grammatik“
und „Wortschatz“ sowie in der Aufgabe “Phonematische Differenzierung” des Subtests
“Aussprache” von dem jeweiligen Kind erreicht wurden. Sobald in einer Aufgabe der kritische
Wert erreicht wird, ist die Leistung des Kindes in diesem Teilbereich als durchschnittlich
zu interpretieren. Wird der kritische Wert verpasst bzw. unterschritten, kann von einem
Förderbedarf in diesem Teilbereich ausgegangen werden.
Bei einer unterdurchschnittlichen Leistung in einigen oder auch in einem der Subtests “Aussprache”, „Grammatik“
oder „Wortschatz“ wird in dem bzw. den auffälligen Bereichen eine Risikodiagnose gestellt. Eine anschließende
vertiefende Diagnostik in dem jeweiligen Teilbereich wäre sinnvoll. Hierfür sollte das Kind zusammen mit dem
Bericht an einen Spezialisten, z. B: Sprachheilpädagogen oder Logopäden, weiter geleitet werden.
Falls das Screening bereits von einem Sprachtherapeuten oder Logopäden durchgeführt wurde, ist eine
sprachtherapeutische Förderung in den auffälligen bzw. unterdurchschnittlichen Teilbereichen indiziert.
Bei den auffälligen Lauten ist im Einzelfall zu entscheiden, ob je nach Alter des Kindes eine Artikulationstherapie erfolgen soll.
Kann man den Test auch bei älteren oder jüngeren Kindern durchführen? Was ist dann zu beachten?
Statistische Vergleichswerte bzw. Normen liegen ausschließlich für die Altersspanne von
4;0 bis 7;11 Jahren vor. Für diese Altersgruppe ist entsprechend ein quantitativer
Vergleich mit einer Normierungsstichprobe sowie eine standardisierte Interpretation
der Ergebnisse möglich. In Einzelfällen kann der Test aber auch bei älteren oder jüngeren
Kindern mit ausreichender Konzentrationsfähigkeit durchgeführt werden.
Bei älteren Kindern sollte berücksichtigt werden, dass die Aufgaben in den Bereichen
Grammatik und Wortschatz ab dem Alter von ca. acht Jahren zu einfach sind, während der
Subtest „Aussprache“ bei Bedarf auch bei Jungendlichen oder Erwachsenen eingesetzt werden
kann - mit entsprechendem Hinweis, dass die Bilder eigentlich für Kinder entworfen und
gemalt wurden. Zu beachten ist, dass in diesen Fällen im Bericht ausschließlich eine
qualitative Auswertung der Ergebnisse dargestellt wird. Bei Testungen von jüngeren Kindern
als in der normierten Altersgruppe (Alter unter 3 Jahren, 11 Monaten und 15 Tagen) sollten
bei der Interpretation von Auffälligkeiten im Bereich Aussprache die allgemeinen Gesetze
des Erwerbs von Lauten berücksichtigt werden.
Sobald man die Personalien des Kindes eingetragen und mit „OK“ bestätigt hat, erscheint
folgende Computermeldung: „Das Alter des Kindes liegt oberhalb / unterhalb der normierten
Altersgruppe. Aus diesem Grund wird ausschließlich eine qualitative Auswertung der
Ergebnisse möglich sein. Möchten Sie den Test trotzdem durchführen?“ Mit dem Bejahen dieser
Frage wird es möglich, mit der Testung zu beginnen.
Fragen zur Registrierung bzw. Aktivierung des Programms
Wie erfolgt die Aktivierung bzw. Registrierung einer SCREENIKS-Lizenz?
Durch Internetverbindung wird die dem Nutzer zugeordnete Lizenznummer (Seriennummer)
authentifiziert und die Lizenz wird freigeschaltet. Während des Aktivierungsvorgangs
bei der Installation und der monatlichen Prüfung der Lizenznummer wird überprüft, ob die
Seriennummer gültig ist und ob diese Lizenz auf einer zulässigen Anzahl von Rechnern aktiviert
ist. Dieser Vorgang dient ausschließlich dem Ziel, einem Missbrauch von Software-Produkten des
Verlages vorzubeugen. Die Nutzung der korrekt lizenzierten Software-Produkte wird dadurch in
keiner Weise beeinträchtigt.
Muss der Rechner für die Nutzung des Programms ständig mit dem Internet verbunden sein?
Nein.
Welche Systemanforderungen hat SCREENIKS (Version 1) für Windows?
- Prozessor: ab Pentium III
- Arbeitsspeicher: ab 500 MB
- Festplatte: ca. 240 MB verfügbarer Festplattenspeicher
- Betriebssystem: Microsoft Windows XP bis Windows 10 mit Microsoft .NET Framework 4
(falls im Betriebssystem nicht vorinstalliert - kostenlos herunterladen unter:
http://www.microsoft.com/de-de/download/details.aspx?id=17718)
- Soundkarte/Soundchip mit Boxen (empfohlen)
- Administratorrechte: die Programminstallation soll auf Administratorebene erfolgen (mit Administrator-Konto)
- Laufwerk: CD/DVD-ROM Laufwerk für CD-Version erforderlich
- Internetverbindung für die Aktivierung und einmal im Monat für die überprüfung des Lizenzschlüssels
- Microsoft Word ab 2003 oder die aktuelle Version von OpenOffice Writer
für die Erstellung und Bearbeitung von Berichten